Hermanns Geschichte

Hermanns Denkmal x 3

Arminius wird Hermann

Es war im Jahre 9 nach Christus zur Zeit des Kaisers Augustus als der Cherusker
fürst Arminius ( in späteren Zeiten auch volkstümlich Hermann genannt ) mit ver-
bündeten germanischen Stämmen 3 römische Legionen unter ihrem Feldherrn Publius Quinctilius Varus besiegte.
So berichten uns die römischen Geschichtsschreiber von Cassius Dei bis Tacitus.

Legendäre Gestalten

Hermann stand der Überlieferung nach als Söldner in römischen Diensten,
ehe er zum Anführer eines Aufstands gegen das mächtige Imperium Romanum wurde.
Sein Gegenspieler Varus zog sich als herschsüchtiger Okkupator vor allem durch
eine ausbeutende Steuer & Abgabenpolitik den Zorn der freiheitsliebenden Ger-
manen zu. Aber es gab auch den Römern freundlich gesinnte Cherusker. So soll
Segestes, der Vater von Hermanns großer Liebe Thusnelda, von den Segnungen
des imperialen Fortschritts profitiert haben. Er warnte Varus vor Hermanns auf-
ständischen Plänen. Auch Hermanns Bruder Flavus war von der römischen Hoch-
kultur und ihren Vorzügen fasziniert.
Am Ende kam es zum Kampf um Germanien. 'Haud procul Teutoburgiensi saltu'
Schreibt Tacitus - Irgendwo am Teutoburger Wald. Mitten in Deutschland.

Weil er das römische Weltreich in seine Schranken wies, wurde Hermann zu
’Deutschlands erstem Global-Player’. Die Legende machte ihn zum Nationalhel-
den und zum Symbol für Mut, Freiheit und Heimat. Ein Wort, dass man nicht in
andere Sprachen übersetzen kann.

Hermanns Nachfolger

Die legitimen Nachfahren der freiheitsliebenden Cherusker sind wohl die Sachsen,
die sich anfangs in Westfalen & Ostfalen verteilten, wie auch der später ständig nach Unabhängigkeit strebende kleine Stamm der Lipper.
Aber letztlich hat jeder mit Sehnsucht nach Freiheit 'den Hermann im Blut'.

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